Kunst
Von Spaziergängen zu Gemälden: Eine Baunatalerin präsentiert ihreWerke im Kloster Hasungen
Farben, Formen und das Gefühl des Frühlings: Mit dem Motto "Natursinfonie" nimmt Renate Grothues die Ausstellungsbesucher ab dem 20. April ins Museum Kloster Hasungen mit auf eine Reise in ihre bunt schillernde Ölfarben-Welt.
Wenn Renate Grothues durch den Wald wandert oder an einem blühenden Garten vorüberkommt, nimmt sie Eindrücke, Farben, Formen und Ideen für ihre Kunstwerke wahr. Obwohl ihre Bilder normalerweise im Atelier entstehen, finden ihren Anfang diese oft außerhalb in der Natur. Manchmal handelt es sich um farbenfrohe Blütenbilder, manchmal um ruhige Waldszenerien oder Tierportraituris. Im Rahmen der Ausstellung "Natursinfonie" präsentiert die Künstlerin eine Auswahl dieser Arbeiten im Museum Kloster Hasungen von dem 20. April bis einschlusive des 18. Mai.
Im Jahr 1988 begann Grothues mit seiner Leidenschaft für Malerei, als er nach Baunatal zog - ein Ort, wo er die leeren Wände seines neuen Zuhauses gerne mit seinen eigenen Werken geschmückt hat. Er schloss sich der Malgruppe von Baunatal an und verbrachte regelmäßig Zeit bei den Sitzungen. Später arbeitete er auch im Atelier Großenritte. Einer der Hauptvorteile dieses kollektiven Arbeitsverhaltens war laut ihr die Möglichkeit, durch gegenseitige Kritik Fehler besser erkennen zu können und dadurch persönliche Weiterentwicklung zu erfahren. So betonte die Künstlerin.
Die 67-jährige Künstlerin malte heutzutage hauptsächlich ölbasierte Bilder im realistischen und natürlichen Stil. Sie schätzt Ölfarben wegen ihres intensiven Farbtons und der ausgiebig langen Trockenzeit: „Ich kann also meine Arbeit unterbrechen und zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufnehmen“, erklärt sie. Ihr Werk zielt darauf ab, positive Emotionen wie Zuversicht oder Freude bei den Betrachtern auszulösen. Sozialkritische Inhalte oder provozierende Elemente kommen dabei nicht zur Geltung. Stattdessen betont sie: „In dieser Welt gibt es bereits so viele Herausforderungen – mein Ziel ist es daher, Schönheit ins Leben zurückzugewinnen."
Persönliche Informationen in Texten verborgen
Oft zeigt ihre Bilder Arrangements, die sie normalerweise nicht zusammen bemerkt – wie zum Beispiel verschiedene Blumensorten, die sie während Spaziergängen durch Gartenviertel entdeckt hat und in ihrem Werk "Frühlingsblütensaustern" vereint hat. Ab und zu verbirgt die aus Baunatal auch kleinere persönliche Elemente in ihren Kunstwerken: In einer Zeichnung ihres Katers findet man beispielsweise unten ein Mäusebildchen – als Andenken an seine erste Jagdbeute.
Grothues ist außerhalb der Filmwelt ebenfalls tätig und leitet den Kunst- und Kulturverein Baunatal. Sie kümmert sich nicht nur umAusstellungen, sondern bereitet zudem pädagogische Programme für Kinder und junge Menschen vor und durchführt diese. Für die 67-jährige hat Kunst stets eine soziale Komponente gehabt. Den Dialog mit anderen, gemeinsames Gestalten sowie Treffen im Zusammenhang mit Ausstellungseröffnungen sind nach ihrem Dafürhalten wesentliche Aspekte ihrer Tätigkeit.
Diese Ausstellung gehört zur Serie "Künstlerinnen und Künstler aus der Region" und steht montags und samstags zwischen 14 und 17 Uhr sowie bei Terminvorabmeldung zu Besuch offen. Die Eröffnungsveranstaltung ist an OsterSonntag, den 20. April, um 15 Uhr geplant. Der Zutritt kostet nichts, jedoch wird um eine Spende gebeten. (Christina Michler)